Material

Jedes Bauvorhaben stellt unterschiedliche Anforderungen an das Material. Welche Eigenschaften relevant sind und welche Vor- bzw. Nachteile diese mit sich bringen möchten wir Ihnen an dieser Stelle erläutern.

  • Trockenes Bauholz

    Trockenes Bauen mit Konstruktions-Vollholz - dem modernen Holzprodukt für Dach, Decke, Wand, Ausbau oder dem kompletten Holzbau

    • kaum verdrehen
    • kaum Risse
    • keine Chemie
    • in vielen verschiedenen Querschnitten und Systemlängen erhältlich
    • Durch Trocknung auf 15 +/- 3% Holzfeuchte wird Maßhaltigkeit gewährleistet
    • Es handelt sich um zugelassene Bauprodukte, mit Ü-Zeichen versehen
    • Es können kleine, schlanke, filigrane Bauteile verwendet werden
    • KVH® ist gehobelt statt sägerauh, somit sind Anschlüsse einfach herstellbar
    • KVH® entspricht dem geltenden Baurecht und allen technischen Regelwerken
    KVH
     
    KVH® (Konstruktionsvollholz) Visuell oder maschinell nach der Festigkeit sortiertes, technisch getrocknetes und kalibriertes Vollholz mit definierter Maßhaltigkeit für sichtbare und nicht sichtbare Bereiche
    Duo-Balken
     
    Balkenschichtholz) Nadelholzprodukt aus zwei miteinander verklebten Einzel-hölzern gleicher Querschnittsmaße, sonstige Eigenschaften wie KVH.
    Trio-Balken
     
    Balkenschichtholz) Nadelholzprodukt aus drei miteinander verklebten Einzelhölzern gleicher Querschnittsmaße, sonstige Eigenschaften wie KVH 

    Info für den Bauherrn:

    Holzfeuchte verursacht:

    • Risse im Holz
      (Wärmeverluste durch reißende Wandanschlüsse, die die Bauhülle öffnen)
    • Unschöne Optik durch verdrehte Balken
      (Korkenzieher, Aufheben des Daches)
    • Nährboden für Schimmelpilze
      (Beeinträchtigung des Wohnklimas, Gesundheitsschäden)
    • Nährboden für Insekten
      (Beeinträchtigung der Statik)
    • Zusätzliche Feuchtigkeit
      (durch Tauwasserbildung)

    Wieviel Wasser wird durch die Trocknung freigesetzt?

    18% (durchschnittliche HF) x 440 kg x 5m³ = 396 l = 2 gefüllte Badewannen!!!
    Bei KVH® wären es nur 66 l !!!
    (5m³ = durchschnittliche Menge für Dachstuhl)

  • Tonziegel oder Betondachstein

    Sie planen die Investion für ein neues Dach? Mit welchen Material Sie selbiges decken möchten ist eine Entscheidung für die nächsten Jahrzente und sollte deshalb gut überlegt sein. Neben eher seltenen Materialien wie Schiefer und Reed kommen vorwiegend die Baustoffe Ton oder Beton in Frage. Man spricht hierbei auch von Tonziegeln und Betonpfannen. Letztere auch häufig als Dachsteine bezeichnet. Welche Vor- und Nachteile die beiden Arten der Dachdeckung haben soll an dieser Stelle erläutert werden. Sie planen die Investion für ein neues Dach? Mit welchen Material Sie selbiges decken möchten ist eine Entscheidung für die nächsten Jahrzente und sollte deshalb gut überlegt sein. Neben eher seltenen Materialien wie Schiefer und Reed kommen vorwiegend die Baustoffe Ton oder Beton in Frage. Man spricht hierbei auch von Tonziegeln und Betonpfannen. Letztere auch häufig als Dachsteine bezeichnet. Welche Vor- und Nachteile die beiden Arten der Dachdeckung haben soll an dieser Stelle erläutert werden.

    Tonziegel

    Der klassische Tonziegel wird aus einer Mischung aus Ton und Lehm hergestellt und bei Temperaturen von circa eintausend Grad Celsius gebrannt. Diese Art der Herstellung wird bereits seit über Zweitausend Jahren praktiziert. Der Ziegel hat sich somit bewährt. Er ist recht leicht und heute in einer schier unglaublichen Formenvielfalt erhältlich. Bekannte Ziegelformen sind der klassische Biberschwanz, die Flachdachpfanne oder der modernen Flachziegel.

    Neigung

    Für weniger stark geneigte Dächer sind Tondachziegel mit Falzen zu empfehlen. Dabei überdeckt der Deckfalz den darunter liegenden Wasserfalz und wirkt somit als Wassersperre wodurch der anfallenden Niederschlag sicher abgeleitet werden kann. Je nach Ausbildung des Verfalzungssystems und ihrer Form besitzen Tondachziegel unterschiedliche Regeldachneigungen. D.h. die kleinstmögliche Neigung, bei der das Dach trotz extremen Niederschlags noch regensicher bleibt.

    Oberfläche

    Bei der Fertigung von Tonziegeln unterscheidet man folgende Oberflächen: Naturrot, engobiert und glasiert. Ganz neu in der Entwicklung sind Tonziegel mit einer Lotusbeschichtung, die Schmutzpartikel noch leichter abperlen lassen.

    Naturrote

    Naturbelassene Tonziegel werden ohne jegliche Glasur oder Engobierung gebrannt und verbleiben somit in ihrem ursprünglichen Rot-Ton. Sie sind nicht glänzend. Darüber hinaus hat man auch keine Möglichkeit, unterschiedliche Farben auszuwählen.

    Engobierte

    Bei engobierten Dachziegeln wird ein Schlicker aus Ton auf den rohen Dachziegel aufgebracht und dann gebrannt. Dadurch entsteht eine untrennbare Verbindung aus Schutzschicht und naturbelassenen Tonziegel. Diese Schutzschicht kann matt oder glänzend sein, und wird in zahlreichen Farben angeboten. Sie führt dazu, dass Schmutz, Moos und andere Ablagerungen besser abwehrt werden.

    Glasierte

    Bei glasierten Tonziegeln wird eine Glasur auf den naturbelassenen Tonziegel aufgebracht und im Anschluss gebrannt. Tonziegel und Glasur können sich so optimal verbinden. Auch bei glasierten Tonziegeln gibt es zahlreiche Farben zur Auswahl. Eine Glasur wirkt sehr viel mehr glänzend, als eine Engobierung. Durch diesen starken Glanz der Glasur kommt es oftmals zu einer starken Blendung. Allerdings hat die Glasur den Vorteil für Wasser und Schmutz komplett undurchlässig zu sein und entsprechend kein Wasser aufzusaugen. Die Engobierung schützt zwar auch, aber die Glasur ist noch ein wenig dichter. Das macht sich auch im Preis bemerkbar.

    Auf einem Blick:

    • höhere Materialdichte und dadurch bessere Frostbeständigkeit
    • höheres Gewicht
    • besserer Schallschutz
    • hohe Maßhaltigkeit
    • Produktgarantie ca. 30 Jahre (Haltbarkeit bis zu 60 Jahren)

    Umwelteinflüsse

    Wie schnell ein Dach verschmutzt oder Moos ansetzt ist nicht nur von den Materialeigenschaften abhängig. Lage, Ausrichtung und Dachneigung spielen hierbei ebenfalls eine Rolle. Wer am Waldrand, Nordhang oder in der Nähe von Gewerbegebieten baut muss mit schnellerer Verschmutzung rechnen.

    Farbvarianten

    Farbe ist Geschmacksache aber auch eine Frage dessen was der Bebauungsplan zulässt. Der kann mitunter sogar glasierte Tonziegel wegen zu hoher Reflexion untersagen. Wer die Qual der Wahl hat, sollte bedenken, dass sich grünes Moos auf rotem Ziegel sehr gut abhebt. Handelt es sich um ein helles Rot so werden sogar geringe Verschmutzungen schnell sichtbar. Zudem sollte man zukunftsorientiert wählen - anthrazitfarbenes Deckungen harmonieren z.B. eher mit regenerativer Haustechnik wie Kollektoren oder Photovoltaik-Anlagen.

  • Baulicher Holzschutz (DIN 68800-2)

    Maßgeblich für die DIN 68800-2 ist die Einteilung der Einsatzbereiche des Holzes in Gefährdungs-/ Gebrauchsklassen. Vorrangiges Ziel der Norm ist, Bauschäden zu verhindern und somit die Gebrauchstauglichkeit und die Sicherheit/Statik des Gebäudes sicherzustellen. Für tragende Bauteile (Dachstühle/Stützen) hat diese Norm einen verbindlichen, für nicht tragende Teile (Latten) einen empfehlenden Charakter.

    Die DIN 68800 ist kein Gesetz, sondern eine technische Regel. Sie zielt darauf ab, dass Bauschäden durch Insekten- und Pilzbefall verhindert werden und die Standsicherheit gewährleistet ist. Sie beinhaltet somit auch kein grundsätzliches Verbot von chemischen Holzschutzmitteln. Vielmehr verlangt sie diese dann, wenn bauliche oder andere Holzschutzmaßnahmen wie die regelmäßige Kontrolle des Holzes ganz bestimmte Schutzziele nicht gewährleisten können(DIN 68800-3).

    Ein Praxisbeispiel

    „Müssen Dachlatten imprägniert sein?“ Aus sachverständiger Sicht ist dies nicht nötig. Es besteht für Dachlatten als Lattung bzw. Konterlattung unter der Dachdeckung und an der Vorhangfassade bei Hinterlüftung keine nennenswerte Gefährdung durch Pilze und Insekten.

    Wenn kein chemischer Holzschutz vorgeschrieben ist, so stellt die Begiftung des Holzes sogar einen Mangel im Sinne der VOB dar, wenn sie trotzdem durchgeführt wird. Der Bauherr kann sogar Schadensersatz fordern, wenn z.B. Dachlatten, Sparschalungen oder entsprechend verbaute, tragende Holzteile entgegen dem Stand der Technik mit Holzschutzmitteln behandelt wurden.
    Er kann verlangen, dass die entsprechenden Hölzer durch unbehandelte ersetzt werden, da er sonst eventuell einen Schaden in Form von erhöhten Entsorgungskosten hat.

  • Imprägnierte Dachlatten

    Mit der neuen Holzschutznorm DIN68800 ist ein großer Schritt für umweltgerechtes Bauen mit Holz erreicht worden. DIN68800-2 macht das Bauen mit Holz noch umweltfreundlicher. Verzicht auf chemischen Holzschutz – bauliche Maßnahmen haben Vorrang. Latten hinter Vorhangfassaden, Dach- und Konterlatten werden der Gebrauchsklasse GK0 zugeordnet.

    Ab Februar 2012 sind nach DIN68800-2 (2012) mit chem. Holzschutz versehene Dachlatten unzulässig.

    Machen Sie diese Neuregelung zu Ihrem Vorteil und bauen Sie umweltfreundlicher.

  • Dachrinnen

    Zink

    Regenrinnen aus Zink sind langlebig und stabil. Dachrinnen aus Zink sind nicht zwingend aus reinem Zink gefertigt, sondern können auch aus einer Stahl-Zink-Legierung bestehen. Stabilität und Resistenz gegenüber Rost bewirkt, dass keine bis geringfügige Wartungsarbeiten erforderlich sind.

    Aufgrund ihrer Eigenschaften gegenüber äußeren Einflüssen kann eine Regenrinne aus Zink bis zu 50 Jahre ohne Schäden bestehen. Durch das Zugeben von Titan kann die Stabilität der Dachrinne erhöht werden. Dachrinnen aus Titanzink können daher mit besonders hoher Haltbarkeit überzeugen. Zink ist ein nachhaltiger Baustoff, der in großen Mengen zur Verfügung steht und mit geringem Aufwand recycelt werden kann und somit der Wiederverwendung zugeführt wird.

    Kupfer

    Auch wenn Dachrinnen auf den ersten Blick teuer erscheinen, haben sie doch entscheidende Vorteile. Kein Material ist so langlebig wie Kupfer. Dachrinnen aus Kupfer sind recycelbar, beständig gegen Schadstoffe und Säuren. Kupfer hat eine gute Formbarkeit und leichte Verarbeitung, es lässt sich löten, kleben oder falzen.

    Aluminium

    Aluminiumdachrinnen sind sehr korrosionsbeständig und kann mit vielen Farben beschichtet werden. Als robuste und sehr ästhetische Lösung hat sich die Dachrinne aus Aluminium bewährt. In verschiedenen Formen passt sich die Rinne hervorragend an unterschiedliche architektonische Gegebenheiten an.
    Durch die Möglichkeit, die Rinne mit einem Schutzlack bzw. einer Pulverbeschichtung zu versehen, ist sie in einem großen Farbspektrum erhältlich, welches auch für eine höhere Korrosions- und UV-Beständigkeit sorgt.

    Kunststoff

    Gegenüber ihren metallenen Alternativen stechen sie in erster Linie mit einem günstigeren Preis und dem Versprechen einer simplen Montage hervor. Ein Argument für die Kunststoffrinne ist ihre Beständigkeit. Korrosion ist hier kein Thema.
    Die Montage der Rinne erfolgt durch Zusammenstecken der einzelnen Dachrinnenkomponenten, welche zum Teil verklebt werden (das aufwändige Verlöten entfällt). Ein weiterer Vorteil für eine Kunststoffrinne liegt auch bei der Entfernung von Eis an der Dachrinne im Winter. Wer auf eine Dachrinnenheizung verzichten möchte, kann hier auf alte Hausmittel zurückgreifen. Man kann das Eis mit warmen Wasser und Salz zum Schmelzen bringen, anders wie bei Metallen wird der Kunststoff durch letzteres nicht angegriffen.

 

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